Mittwoch, 23. August 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -116-



Wärend dem Flohmarktbummel [GE]gessen
3 Merguez im Baguette, dazu Pommes mit Ketchup und ein Fläschchen Orangina

[GE]trunken
Rum, Gin, Absinthe, Tequila, Galliano, Brandy de Jerez und noch einiges mehr
(Verkostung, siehe [GE]freut)

[GE]backen: 
Ein Mühlebrot aus T80
Toastbrot mit Saurer Sahne
Gemüsiger Linsenbraten
Schinken-Käse-Toast mit dem selbstgebackenen Toastbrot

[GE]wesen: Zuerst in Biederthal, demeter-Eier besorgt, und danach
am Marché aux Puces et Artisanal in Muespach/Alsace.
Fund des Tages: Eine tiptope Gusseisenpfanne für 2 Euro.*froi*

 [GE]sehen: Westworld 

[GE]lesen
Round to Ours - Jackson & Levine
Louisiana Sweets - Dixie Pocheé
Bread Bread Bread - Martin Johansson
The NYC Kitchen Cookbook - Tracey Ceurvels

[GE]freut: Herr C. hatte auf verschlungenen Pfaden das Angebot bekommen, den alkoholischen Restbestand einer kürzlich geschlossenen Bar kostenlos zu übernehmen. Nach einer telefonischen Rücksprache packte er diverse Flaschen ein und schenkte sie mir.(Ich weiss was ihr jetzt denkt. Aber der Grossteil davon ist nicht zum Besaufen, sondern zum Kochen, Backen und Einmachen reserviert. Was einen gelegentlichen Schwips aber nicht ausschliesst.. 😇)

[GE]ärgert: Vier lärmige Baustellen rund um unser Haus, die Strasse dauernd verstopft wegen Falschparkern, wildes Gehupe, brüllende Handwerker... 
Neapel im Ausnahmezustand ist harmlos dagegen.

Darum wieder einmal bei der Polizei an[GE]rufen:
Und sechs Falschparker gemeldet.

[GE]kauft: Vanillepulver, Lupinenschrot und Kernseife bei kaia.ch

[GE]hört: '39 - Queen & George Michael

Aussortiert und weg[GE]bracht: CD's und Singles aus den 90ern, einen Sack Altkleider, einen Sack voller Bücher und ein bisschen Küchenkleinkram 

Sonntag, 20. August 2017

Portulak im Glas



Portulak wird oft als lästiges Unkraut angesehen und nur wenige Hobbygärtner wissen, dass Blätter und Stiele eine Delikatesse sind, die verschiedenste Salate (z.B. den Tomatensalat mit Mirabellen) und Wildkräutermischungen (z.B. für die Unkrautkissen) bereichern können. Im Mittelmeerraum existieren auch viele Rezepte für Suppen und Eintöpfe mit Portulak. Die Konsistenz dieser Gerichte ist für Mitteleuropäer allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig, denn die Grünteile sondern bei einem längeren Kochvorgang eine leicht schleimige Substanz ab, vergleichbar mit Okraschoten in einem Gumbo. Ich gestehe, dass ich Portulak, der sich in unserem Garten übrigens als wunderbarer Bodendecker entpuppt hat, daher lieber roh geniesse. Und neuerdings auch in der eingemachten Variante, bei der die Blätter einen angenehmen Biss behalten. Eingelegter Portulak eignet sich hervorragend als würziges Apéro (z.B. zu Käse oder auf Bruschette), als Ergänzung eines Sandwiches (perfekt zu Schinken, Pâté & Trockenfleisch) und natürlich auch als Salatzugabe (besonders im Winter). Oder ganz einfach ein paar abgetropfte Blättchen pur auf einem Butterbrot geniessen.


Für ein Glas mit 500 ml Fassungsvermögen:

  • 1 grosse Salatschüssel voll Portulak, vor der Blüte geerntet 
  • 200 ml Wasser
  • 200 ml Weissweinessig
  • 125 ml trockener Weisswein
  • 2 El Zucker
  • 1 Tl grobes Meersalz
  • 1/4 Tl Korianderkörner, angequetscht
  • 1/4 Tl Dillsamen
  • 1/8 Tl Fenchelsamen
  • 6 schwarze Pfefferkörner, angequetscht
  • 1 kleine Knoblauchzehe, geschält und der Länge nach halbiert

Portulak kurz in kaltem Wasser einlegen, um evt. anhaftende Erdreste zu lösen. Danach gründlich abbrausen und putzen, d.h. Blätter und Knospen abknipsen, Stielanteil möglichst gering halten. Die Ausbeute sollte ca. 250 Gramm betragen. Blätter in ein Sieb geben und nochmals gründlich abbrausen. Gut abtropfen lassen. Unterdessen das Einmachglas und den Deckel gründlich reinigen. Das Glas vorwärmen und dann mit kochendem Wasser befüllen. Den Deckel mit einem Spritzer hochprozentigen, möglichst neutralen Alkohol (z.B. Wodka) ausschwenken. Die restlichen Zutaten, bis auf den Knoblauch, in einen Topf geben und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Gegen Ende der Kochzeit das Einmachglas ausleeren, Knoblauch auf den Boden legen und bis zum Rand mit Portulak befüllen. Die Blätter mit einem Löffel leicht zusammendrücken. Vorsichtig mit dem kochenden Sud übergiessen, bis die Flüssigkeit ca. 5 mm unter den Glasrand steht. Sofort mit dem Deckel verschliessen, mit einem dicken Geschirrtuch umwickeln (erhöht die Chance auf ein Vakuum) und so vollständig auskühlen lassen. Haltbarkeit, wenn sauber gearbeitet wurde: Mindestens ein Jahr. Nach dem Anbruch im Kühlschrank aufbewahren. Idee: Saving the Season - Kevin West

Dienstag, 15. August 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -115-



[GE]gessen: Chinesische Sesamkekse

[GE]trunken: Apfelschorle mit Baobabpulver

[GE]kocht: Guyanisches Dhal, dazu geröstete Butterbrötchen

[GE]backen: 
5,3 Kilo Zwetschgen und ein paar Mirabellen + 7 Stunden Ofenhitze = 
10 Gläser göttliches Zwetschgenmus

[GE]wesen: Mit lieben Freunden bei Fünfschilling in Fischingen.
Das Essen auf meinem Teller war, leider wieder einmal, eine halbe Katastrophe: Der ohne Gorgonzolasauce bestellte Burger kam dann auch gleich ohne BBQ-Sauce & Bacon und war rundherum schwarz verbrannt. Natürlich habe ich den Teller zurückgehen lassen. Der zweite Burger konnte zwar mit Sauce und Bacon punkten, war aber wiederum fast angebrannt. Zusätzliche hatte der Koch noch die Menge der Kartoffelwedges halbiert und den Schnittlauchdip verschwinden lassen... 
Und der Service war wie immer unterdurchschnittlich. Die junge Dame nahm Bestellungen falsch auf, war unfreundlich und wurde noch unfreundlicher, als ich nicht gewillt war, für ihre miese Vorstellung Trinkgeld draufzulegen.

 [GE]sehen: Eine weitere Staffel American Horror Story 
(Ein Suchthaufen ich bin. Schon weiss.) 

[GE]lesen
Stark: The Dark Half - Stephen King
Fata Morgana - Agatha Christie

[GE]freut
Herr C. hat einer älteren Dame bei der Wohnungsräumung geholfen und bekam dafür ein Kaffeeservice von Rosenthal und einen quasi neuen Plattenspieler von Sony.

[GE]ärgert: siehe [GE]wesen

[GE]kauft: Zwei Mumins Tassen für den nächsten Campingurlaub

[GE]hört: Ein paar meiner alten Lieblingsplatten von Queen, den Beatles, Falco, Wham!, Mani Matter und Depeche Mode

[GE]erntet: Zwetschgen, Mirabellen, Zucchini, Gurken, Minigurken,
Himbeeren. Kompletter Ernteausfall hingegen beim Hopi-Mais, den Stangenbohnen und den Äpfeln wegen dem verdammten Dachs, der seit letztem Jahr in einem pächterlosen Garten haust.

Sonntag, 13. August 2017

Mildes Eiercurry



Eiercurry hat eigentlich nur Vorteile: Die meisten Zutaten tummeln sich im Vorratsschrank, die Zubereitung ist pipieinfach, die Kosten sind überschaubar und die Begleitung frei wählbar, d.h. Kartoffelstock passt genau so gut dazu wie Reis, Naan oder gedämpftes Gemüse. Einziger Nachteil: Es bleiben nie Reste für die Lunchbox übrig.


Für 4 Personen:

  • 4-8 Eier (Menge dem aktuellen Hungergefühl anpassen)
  • 2 El Ghee 
  • 400 gr Zwiebeln oder grosse Schalotten, sehr fein gehackt
  • 50 gr Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
  • 20 gr Ingwer, fein zermust
  • 1 El mildes Currypulver
  • 1 Tl Korianderpulver
  • 1/2 Tl Zimtpulver
  • 1/4 Tl Kurkuma
  • 1/4 Tl Garam Masala
  • 1 grosszügige Prise Kaschmir-Chilipulver
  • 2 grosse Tomaten, an der Röstiraffel gerieben (übrige Tomatenhaut entsorgen)
  • 3 Zimtblätter oder ein Lorbeerblatt
  • 1 Liter Wasser
  • 200 gr Coconut Cream
  • 2-3 El getrocknete Bockshornkleeblätter, zwischen den Handflächen grob zerrieben
  • 1/2 Tl Amchur oder ein paar Spritzer Limettensaft
  • Salz

Eier hart kochen, mit kaltem Wasser abschrecken und zur Seite stellen. Nebenbei Ghee in einer grossen Pfanne mit hohem Rand erhitzen, gehackte Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin anschwitzen. Wenn die Zwiebelstücke glasig aussehen, alle Gewürze zugeben und eine Minuten rührbraten. Tomatenmatsch unterrühren, Zimtblätter zugeben, Wasser zugiessen, kräftig salzen und zum Kochen bringen. Ohne Deckel 10 Minuten kochen lassen, bis die Zwiebelstücke gar sind und die Sauce angedickt ist. Unterdessen die Eier schälen und kurz abspülen, um alle eventuell anhaftenden Schalenreste zu entfernen. Coconut Cream, Bockshornkleeblätter und Amchur einrühren. Zwei Minuten mitkochen. Sauce nachwürzen und wenn der Geschmack stimmt, den Herd ausschalten. Eier in die Sauce legen, Pfanne mit einem Deckel verschliessen und das Curry auf der heissen Platte 10 Minuten ziehen lassen. Heiss mit oder ohne Beilage(n) servieren.