Dienstag, 21. März 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -95-



[GE]gessenKarotten-Süsskartoffel-Suppe mit Orangensaft und Garam Masala

[GE]trunken: Grog gegen die Invasion der Grippeviren

[GE]kocht: Petersilienhonig

[GE]backen: Kürbiskernkuchen mit versteckten Karotten
Mosbolletjesbrot (gleichzeitig noch Randen & Kartoffeln für's Abendessen)

[GE]wesen: Übers Wochenende im Bett

 [GE]sehen: Logan: The Wolverine

[GE]lesen
Go! - Kazuki Kaneshiro
Das grosse Hercule Poirot Buch - Agatha Christie
26 Grains - Alex Hely-Hutchinson
Scraps, Wilt & Weeds: Turning Wasted Food into Plenty - Mads Refslund
The Lee Bros. Charleston Kitchen - Matt & Ted Lee

[GE]freut: Eine Lehrertasche aus Leder von Greenpeace für einen Schnäppchenpreis ergattert. Nach einer gründlichen Reinigung, kleineren Reparaturen an den Nähten und einer Behandlung mit Balliol, sieht sie gleich 10 Jahre jünger aus.

[GE]ärgert: Die Grippeviren haben mich umzingelt. Hoffentlich kann ich sie alle um die Ecke bringen, bevor sie in mir ihre Megaparty abhalten.

[GE]kauft
Rot-weisse Limabohnen, Apfelmehl, Gluten für Seitan und rotes Palmöl von Rapunzel

[GE]hört
People are people - Depeche Mode
You are in my system - Robert Palmer
Drop dead beautiful - Six was Nine

Zu meinem Held der Woche [GE]kürt:
Ünsal Arik
Er nimmt kein Blatt vor den Mund zum Thema Erdoğan und sein Präsidialreferendum.
Bravo!

Sonntag, 19. März 2017

Harmlose Kümmelweggli



Herr C. liebt Kümmelbrötchen, ich eigentlich auch. Aber die Kümmelkrümlerei, die der Herr des Hauses unweigerlich beim Genuss verursacht, treibt mich schier in den Wahnsinn. Oft finde ich noch Tage später Kümmelsamen an den unmöglichsten Orten, zum Beispiel in meinen Schuhen oder im Handschuhfach des Autos. Fragt mich bitte nicht, wie er das schafft. Ich will es gar nicht so genau wissen. Um der Sauerei Einhalt zu gebieten, backe ich neuerdings Kümmelbrötchen nur noch ohne Kümmeldekoration. Seither verläuft das Frühstück viel entspannter, der Innenraum des Autos sieht gepflegter aus und es finden sich auch keine Kümmelsamen mehr in der Schublade mit dem Geschenkpapier....


Für 20 Weggli:

  • 280 gr Weizenmehl Typ 550
  • 250 gr knapp lauwarmes Wasser
  • 10 gr Hefe

Alles zu einem Vorteig mischen. Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur 2-3 Stunden aufgehen lassen.

  • 200 gr Weizenmehl Typ 550
  • 200 gr Weizenmehl Typ 405
  • 30 gr Ruchmehl
  • 17 gr Malzmehl
  • 14 gr Salz
  • 1 El Kümmelsamen, leicht angequetscht
  • 250 gr Milch, kühlschrankkalt
  • 100 gr Butter, kühlschrankkalt 
  • Optional: 1 kleines Ei, mit etwas Milch verklopft & massig Kümmel

Alle Zutaten bis und mit Milch zugeben, in der Küchenmaschine auf niedrigster Stufe 8 Minuten kneten lassen. Dann die Butter in Flöckchen zerteilen und portionsweise zugeben. Die Küchenmaschine weitere 8 Minuten auf mittlerer Stufe laufen lassen, bis der Teig nicht mehr an der Schüssel klebt und sich seidig anfühlt. Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und den Teig an einem kühlen Ort 12-14 Stunden aufgehen lassen (ca. 5 Grad, Kühlschrank oder Terrasse). Danach eine Stunde bei Zimmertemperatur akklimatisieren lassen. Teig auf einer dünn bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat (ca. 40 x 40 cm) ausrollen. In 20 Stücke schneiden. Die Weggli mit möglichst viel Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backbleche legen. Mit geölter Frischhaltefolie abdecken und etwa 40 Minuten aufgehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat. Unterdessen den Ofen auf 250 Grad vorheizen. Falls gewünscht, die Oberseite mit Eiwasch bestreichen, mit reichlich Kümmel bestreuen und leicht andrücken. Anschliessend auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Schwaden, Hitze auf 210 Grad reduzieren und 20-22 Minuten backen, bis die Weggli goldbraun sind. Auf einem Gitter auskühlen lassen, frisch servieren oder umgehend einfrieren. 

Donnerstag, 16. März 2017

Torta dei Benedettini



In den letzten Wochen wurden Kochen, Backen und Bloggen zur Nebensache degradiert. Das wird auch noch ein Weilchen der Status quo bleiben, denn momentan verbringen wir jede freie Minute im Schrebergarten. Beete umstechen, Kompost ausbringen, aufräumen, umgestalten, zurückschneiden, auslichten et cetera pp. Und zu Hause geht es gleich weiter: Im Büro stehen dutzende Anzuchttöpfchen, die gehätschelt und gepflegt werden möchten (dieses Wochenende kommen noch weitere mit Salat und anderem Grünzeug dazu), die Terrassenbepflanzung wird peu à peu auf Vordermann gebracht, die Dahlien im Keller treiben schon munter aus und müssen noch geteilt werden... Gegessen wird irgendwann zwischendurch, oft ein belegtes Brot mit Salat oder G'schwellti mit Käse und Kräuterquark. Alles nicht besonders originell oder fotogen, aber im Archiv habe ich noch einen Kuchen gefunden, der mehr hermacht. Er sieht zwar auch nicht wie ein Supermodel(gebäck) aus, aber der Geschmack ist erste Sahne. Bitte den Zuckeranteil nicht reduzieren, denn die Orangenschale enthält reichlich Bitterstoffe, die sonst zu stark hervorstechen würden.


Für eine kleine Tarteform (20 x 15 cm):

  • 1 kleine Bio-Orange (vorzugsweise demeter, ca. 160 gr)
  • 1 Ei Grösse XL
  • 100 gr Zucker
  • 1 Prise Vanillepulver
  • 1 Prise Salz
  • 45 gr Raps- oder sehr mildes Olivenöl
  • 120 gr geschälte Mandeln oder Mandelblättchen, fein gemahlen
  • 2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 45 gr Mehl

Ofen auf 180 Grad vorheizen, Gitter auf der zweiten Schiene von unten einschieben. Form einbuttern oder mit Backpapier auslegen. Orange unter fliessendem Wasser gründlich abschrubben. Achteln und die Kerne entfernen. Orangenstücke im Mixer/Zerkleinerer zu einem glatten Brei pürieren. In einer Rührschüssel Ei, Zucker, Vanillepulver und Salz eine Minute mit dem Handrührer auf höchster Stufe aufschlagen. Öl etwa 30 Sekunden lang untermischen, dann die gemahlenen Mandeln und zuletzt Mehl und Backpulver. In die vorbereitete Form umfüllen, glatt streichen und ab damit in den Ofen. 30 Minuten backen, dann auf die unterste Schiene versetzen und die Temperatur auf 170 Grad senken. Weitere 5-10 Minuten backen, bis der Stäbchentest positiv ausfällt. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Hält sich, gut verpackt und kühl gelagert, bis zu einer Woche (und wird mit jedem Tag aromatischer). Quelle: Ricercar

Montag, 13. März 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -94-




[GE]gessenMarktsuppe mit Wintergemüse, Shiitake und Garam Masala

[GE]trunken: Mate-Mandarinen-Tee

Im Ofen [GE]schmort: Kalbsschwanz à la maison

[GE]backen: 
Trumpelwaije (aka nicht formstabile Fastenwähen)
Karottenbrot mit Za'atar

[GE]wesen: In Aarau und Olten

 [GE]sehen: Kinomarathon statt Fasnacht!
Vermeer & The Founder & Hidden Figures & Arrival & Dr. Strange

[GE]lesen
Zwischen den Meeren - Sarah Moss
Pørridge - Anni Kravi
Rose Water & Orange Blossoms - Maureen Abood

[GE]freut: Dass Herr C. die Basler Fasnacht in vollen Zügen geniessen konnte. 
(Und ihr dürft jetzt raten, welcher der Herren auf dem Foto mein Lieblingsfasnächtler ist).

[GE]ärgert: Beinahe täglich über Bus- und Tramchauffeure. 
Sie sehen, dass Passagiere zu ihren Fahrzeugen eilen und fahren trotzdem einfach ab. Besonders mühsam ist es an Sonntagen, wenn man 15 Minuten (oder auch einiges länger) auf das nächste Tram bzw. den nächsten Bus warten darf.

Im Brocki [GE]kauft: Vier Tassen und fünf Untertassen aus den 60ern von Rössler(2 x zitronengelb, 1 x lindgrün und 2 x babyblau) und eine coole Kanne aus den 70ern.

[GE]hört: Bitter Earth - Andrew Strong

Um[GE]baut: Den vorderen Teil des Büros.
Nun ist es für die nächsten zwei Monate mein Anzuchtzimmer
aka Se Gärtnerei.